Vera, #NoNIPT / BM 3X21: „Jeder, der eine Kassenfinanzierung des NIPT mit dem Argument der sozialen Gerechtigkeit fordert, sollte sich fragen: ‚Was unterscheidet den NIPT für mich von einer Brille? Oder eine Kunststoff-Füllung? Auch die gibt es nicht zuzahlungsfrei. Bewerte ich hier am Ende etwa doch den Lebenswert?‘
Jede Schwangere sollte das Recht haben, sich für den Abbruch einer Schwangerschaft zu entscheiden – unabhängig von der Anzahl der Chromosomen des Fötus. Was mir gegen den Strich geht, ist die Forderung nach einem kassenfinanzierten NIPT unter dem Deckmantel der sozialen Gerechtigkeit!
Für soziale Sicherheit und Gerechtigkeit zu sorgen, gehört zu den grundlegenden Aufgaben von Politik und Gesetzgebung! Aufgabe der Krankenkassen ist es, ‚die Gesundheit der Versicherten zu erhalten, wiederherzustellen oder ihren Gesundheitszustand zu bessern.‘ (SGB V §1) Hierzu leistet der NIPT keinen Beitrag!
Der NIPT kostet als Selbstzahlerleistung 169 €. Das entspricht in etwa dem Budget für Einwegwindeln für den ersten Lebensmonat! Oder einem Schulranzen. Ungefüllt! Kinder groß zu ziehen ist ein finanzieller Kraftakt. Die Investition von 169 € in einen NIPT erscheint mir vor dem Hintergrund überschaubar. Und: Eine ‚Erstattungslösung‘ für einkommensschwache Schwangere wurde zu keinem Zeitpunkt in Erwägung gezogen.
Ein Schwangerschaftsabbruch kostet eine Familie, die sich aus wirtschaftlichen Gründen vielleicht gerade kein ungeplantes Kind leisten kann, 300 bis 700 €. Es sei denn, es wurde eine Trisomie 21 o.ä. festgestellt. Dann kostet er – nix! Eine solche Lebenswert-Bewertung ist doch echt nicht mehr zeitgemäß!“
Voraussichtlich am 25. Juni 2026 (15:10-15:45) wird im Deutschen Bundestag über den fraktionsübergreifenden Antrag „Kassenzulassung des nicht-invasiven Pränataltests – Monitoring der Konsequenzen und Einrichtung eines Gremiums“ namentlich abgestimmt. Sprecht gerne eure Bundestagsabgeordneten auf dieses Thema an oder fragt sie nach Plätzen auf der Besuchertribüne, wenn ihr die namentliche Abstimmung vor Ort verfolgen möchtet.




















































































































