Ute, #NoNIPT / mittendrin e.V.: „Wie soll ich meiner Tochter erklären, dass die Krankenkasse einen Test bezahlt (und somit empfiehlt), der dazu dient, Menschen wie sie vorgeburtlich zu selektieren? Das markiert den Gipfel der Behindertenfeindlichkeit unserer Gesellschaft und wird Konsequenzen für das Leben von Menschen mit Behinderungen und ihre Familien haben.
Bei der einzigen Debatte im Bundestag zum Thema herrschte große Übereinstimmung darüber, dass der Test auf keinen Fall zur Reihenuntersuchung auf Trisomien werden darf. Wichtigstes Ziel der Kassenzulassung sollte die Reduzierung von riskanten invasiven Untersuchungen wie der Fruchtwasseruntersuchung sein.
Laut einer Auswertung der BARMER haben allein im 1. Halbjahr 2024 48% der schwangeren Personen, die bei der BARMER versichert sind, den Test in Anspruch genommen (Quelle: Ärzt*innenblatt zur BARMER-Analyse). Die Anzahl der invasiven Untersuchungen ist durch die Kassenfinanzierung des NIPT nicht gesunken sondern gestiegen, weil jedes positive Ergebnis durch eine Fruchtwasseruntersuchung überprüft werden muss. Denn der Test ist nur ein Wahrscheinlichkeitstest und die Falsch-Positiv-Rate ist hoch – vor allem bei jungen Frauen.
Wenn die Ziele einer Maßnahme nicht erreicht werden, müssen fundierte Daten erhoben werden. Welchen Grund kann es geben, gegen ein Monitoring zu sein?“
Voraussichtlich am 25. Juni 2026 (15:10-15:45) wird im Deutschen Bundestag über den fraktionsübergreifenden Antrag „Kassenzulassung des nicht-invasiven Pränataltests – Monitoring der Konsequenzen und Einrichtung eines Gremiums“ namentlich abgestimmt. Sprecht gerne eure Bundestagsabgeordneten auf dieses Thema an oder fragt sie nach Plätzen auf der Besuchertribüne, wenn ihr die Abstimmung vor Ort verfolgen möchtet.




















































































































